Leitlinien
Ein skizzenhaftes Leitbild und Schulprofil
Die obersten Leitlinien der Erziehungs- und Unterrichtsarbeit an der Konradin-Realschule liefern selbstverständlich die Erziehungs- und Bildungsziele, die in Artikel 131 unserer Bayerischen Verfassung verankert sind: „Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden“. Gerade der Herzens- und Charakterbildung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen gelten über eine qualifizierten Wissensvermittlung hinaus in Zeiten eines heftig beklagten Werteverlustes unsere besonderen Anstrengungen.
Eine nachhaltige Wegzehrung für das Leben in einer „schnelllebigen Gesellschaft“ mit vielerlei Ansprüchen besteht aus einer tragfähigen Ausstattung an Grundwissen, Arbeitstechniken und Schlüsselqualifikationen sowie einer echten Identifikation mit anerkannten Tugenden und Werten. Dem trägt das Wirken der Lehrkräfte an der Friedberger Realschule Rechnung. In den drei Wahlpflichtfächergruppen I, II und III mit den Profilfächern Französisch und Kunsterziehung werden die Schülerinnen und Schüler erfolgreich auf den gelingenden Eintritt ins Berufsleben wie auf den aufsteigenden Übertritt in eine weitere Schullaufbahn an der benachbarten Fachoberschule und anderen Bildungseinrichtungen bis hin zum Hochschulstudium vorbereitet.
Über den Unterricht hinaus ist die musische Bildung der Schülerinnen und Schüler ein großes Anliegen unserer Schulfamilie. Eine ansehnliche Gestaltung des Schulhauses mit Arbeiten aus dem Kunstunterricht schafft eine freundliche und gedeihliche Atmosphäre im Lebensraum Schule, in der renommierten Theatergruppe unter der Leitung der Vorsitzenden der Fördergemeinschaft für das Schultheater an den Realschulen in Bayern sowie in mehreren Schulmusikgruppen wie den beiden Schulbands oder der Bläserklasse pflegen unsere Kinder und Jugendlichen ihre musischen Leidenschaften.
Die Balance zwischen der Kernaufgabe der Schule, einem qualifizierten Unterricht, und einem an Bedeutung gewinnenden Umfeld, einem reichhaltigen und vielfältigen Schulleben, dieser Ausgleich zwischen „Acker und Spielwiese“, zwischen „Pflicht und Kür“ kommt im 2008 neu geschaffenen Schullogo zum Ausdruck: Ein in frechem, frischem, fröhlichem Frühlingsgrün gehaltenes Quadrat symbolisiert den rechtlichen und instrumentellen Rahmen der Schule, die Schulordnung, den Lehrplan, die Stundentafeln, die Prüfungen. Eine schwungvoll mit dem Pinsel gezogene Spirale in der komplementären Signalfarbe Rot greift dynamisch über das vergleichsweise starre Geviert hinaus; sie versinnbildlicht das pulsierende Schulleben der Konradin-Realschule mit vielerlei Facetten. Darüber prangt als Zeichen der Einbettung in die Stadt Friedberg krönend die Initiale unseres Namensgebers König Konradin, unseres Stadtgründers.
Für alle Angehörigen unserer Schulgemeinschaft gilt als Leitsatz der täglichen Arbeit das Credo unseres Kultusministers Dr. Ludwig Spaenle: „Für mich steht der Mensch im Mittelpunkt der Bildungsarbeit. Es geht um den jungen Menschen, den Schüler, und die Menschen, die sich Erziehung, Bildung und Ausbildung in besonderer Weise widmen, die Erzieherinnen, Lehrkräfte, Ausbilder sowie die Eltern“.
In diesem Sinne wirken die Beteiligten im Räderwerk Konradin-Realschule in gegenseitigem Vertrauen zusammen. Schüler, Eltern und Lehrer trachten bei aller konstruktiven Kritik nach einem respektvollen Umgang, der sich in den engagierten Klassensprechertagungen, den anregenden Klassenelternversammlungen, den effektiven Sitzungen des Schulforums und den harmonischen Konferenzen des Elternbeirats zeigt. Auch in der reibungslosen und engen Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wie dem Sachaufwandsträger, benachbarten Schulen, örtlichen Vereinen, Ämtern und Institutionen wird ein freundschaftlicher Ton gepflegt. Die Konradin-Realschule sieht sich als profilierte und in der Öffentlichkeit geachtete Institution und ist bestrebt, ihr hohes Ansehen in der Stadt Friedberg und im Landkreis Aichach-Friedberg zu mehren und zu festigen.
Auf Beschluss der Lehrerkonferenz, des Elternbeirats und des Schulforums wurde im Sinne eines funktionierenden und harmonischen Zusammenwirkens aller Angehörigen der Schulfamilie auf eine detaillierte Ausformulierung eines Leitbildes verzichtet und stattdessen im Jahre 2008 eine modifizierte
Hausordnung im Einvernehmen mit allen Beteiligten erlassen, die als verbindliches Regelwerk im breiten Konsens Lehrern, Eltern und Schülern über eine allgemeine Orientierung hinaus konkrete Leitplanken und Verhaltensregeln liefert.
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